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Drehstrom – Nebenschluß – Motor (DNL-Motor)

Der Drehstromnebenschlussmotor wird auch als Drehstromkommutatormaschine oder Dreiphasen - Kommutatormotor bezeichnet.

Generell unterscheidet man in läufergespeiste  und ständergespeiste  Drehstrom - Nebenschlussmaschinen. Da die läufergespeiste Maschine häufiger anzutreffen ist, sei hier nur auf sie eingegangen. 
Der Ständer (Stator) der läufergespeisten Drehstrom - Nebenschlussmaschine ist ähnlich dem eines Drehstrom-asynchronmotors aufgebaut. Er besteht aus einem Blechpaket, in dessen Nuten sich die Drehstromwicklung befindet. Die Anfänge und Enden der Wicklung (U1 - U2; V1 - V2; W1 - W2) werden aber nicht an das Klemmbrett herausgeführt, wie es bei z.B. Normmotoren der Fall ist., sondern über sehr flexible Leitungen an eine durch 6 teilbare Anzahl von verstellbaren Kohlebürsten geführt. Die entsprechenden Kohlebürsten sind am Umfang mit 120°  (60°) Verschiebungswinkel verteilt.
Der Läufer (Rotor) nimmt in seinem Blechpaket zwei elektrisch voneinander isolierte Wicklungen auf. Eine Wicklung ist eine Drehstromwicklung, deren Ausführungen an einem Schleifringkörper verschaltet werden. Diese Schleifringe sitzen auf der einen Seite der Läuferwelle. Die zweite Wicklung ist eine Gleichstromwicklung und wird an einem Kommutator, der  ebenfalls auf der Läuferwelle sitzt, verschaltet. Dieser Kommutator sitzt aber auf der anderen Seite des Läufers.

Wirkungsweise:
Schließt man die Ständerwicklung eines Schleifringläufermotors kurz und legt an die Schleifringe einen 3-phasigen Wechselstrom, so bildet sich im Läufer ein magnetisches Drehfeld aus. Dieses Drehfeld induziert in der Ständerwicklung eine Spannung U . Da die Wicklung des Ständers mit den Kohlebürsten der Gleichstromwicklung verbunden ist, fließt ein Strom I durch die Ständerwicklung. Nun liegt die Anordnung eines stromdurchflossenen Leiters in einem Magnetfeld vor. Dieser Leiter erfährt eine Kraftwirkung. Da es sich bei dem Stator um das stillstehende Teil der Maschine handelt, wirkt die Kraft auf den Läufer, welcher sich in Gegenrichtung zum Drehfeld zu drehen beginnt.
Im läufergespeisten Drehstrom - Nebenschlussmotor  befindet sich neben der Drehstrom -, auch eine Gleichstromwicklung in den Nuten des Läuferblechpaketes. In dieser Gleichstromwicklung wird ebenfalls eine Spannung UGl induziert, die allerdings unabhängig von der Läuferdrehzahl ist. Die Frequenz f2L der induzierten Spannung UGl ist gleich der Netzfrequenz, da sich das Drehfeld des Stators mit gleich bleibender Geschwindigkeit gegenüber der Schleifenwicklung bewegt.

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